Self-Pu­blis­hing – Tipps für Ein­stei­ger

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Self-Publishing - Tipps für Einsteiger

Dein Buch ist geschrieben und es ist bereit veröffentlicht zu werden, aber auf welchem Weg? Während sich viele Autoren an Verlage wenden, gibt es auch die Möglichkeit des Self-Publishing. Hierbei verlegst du dein Buch in Eigenregie und unabhängig von einem Verlag über eine Self-Publishing-Plattform oder direkt über Online-Händler. Doch wenn dein Buch erfolgreich werden soll, gibt es einiges vor dem Veröffentlichen zu beachten. Wir haben dir ein paar Punkte zusammengefasst, die du beachten solltest, bevor du dein Buch selbst veröffentlichst.

Was soll es werden?

E-Book oder gedrucktes Buch? Hardcover oder Softcover? Am besten alles. Hier gibt es kein entweder oder, sondern es gilt: sowohl als auch. Denn Leser ist nicht gleich Leser. 20% kaufen zum Beispiel ausschließlich Hardcover. 6% lesen nur mehr e-Book. So hat jeder seine Vorlieben. Daher solltest du dich nicht nur für einen Buchtyp entscheiden. Wenn das dein Budget nicht zulässt, raten wir dir vorerst zum Softcover.

Ist es auch wirklich gut?

Am besten fragst du einen Profi. Ein Lektor schaut dein Buch mit anderen Augen an als Freunde oder Familie. Im Lektorat wird dein Werk stilistisch beleuchtet, sprachlicher Stil, Lesbarkeit und Verständlichkeit überprüft und ob der Inhalt in sich logisch ist. Das ist wichtig für das Lesegefühl. Zumindest aber sollte korrekturgelesen werden: Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung.

Wie soll es aussehen?

Der Buchsatz ist das innere Erscheinungsbild deines Buches. Es ist sehr wichtig, da jeder Leser den Buchsatz unbewusst wahrnimmt: Schriftart, Zeilenabstand, Absätze, Illustrationen, Silbentrennung und Seitennummerierung. Bitte unbedingt darauf achten! Denn deine Leser werden dein Buch – abgesehen vom Inhalt - nur dann gerne lesen, wenn alles passt. Mit welchem Programm du auch immer dein Buch geschrieben und gelayoutet hast: Wandle es für den Druck unbedingt in eine PDF-Datei um.

Der Buchumschlag ist das äußere Erscheinungsbild und das allererste, was dein Leser sieht. Es soll die Menschen dazu bringen, sich dein Buch gerne näher anzusehen. Daher soll es so professionell und interessant wie möglich sein. Jedenfalls muss es überzeugen! Technisch sollte das Cover sowohl in klein als auch in groß und in schwarzweiß gut lesbar sein und das Genre widerspiegeln. Du kannst auch die Rückseite gestalten mit Rezensionen oder du stellst dich selbst vor. Denk auch an den Buchrücken und lass Platz für Barcode und eventuell die ISBN.

Was soll es kosten?

Wir wissen, dass dieser Punkt oft schwerfällt. Du kannst dich an anderen Autoren orientieren, aber die Kosten für die Herstellung und den Vertrieb sollten jedenfalls gedeckt sein. Der Durchschnittspreis einer Neuerscheinung im deutschsprachigen Raum liegt im Moment etwas über € 20,-.

Was muss unbedingt sein, was nicht?

Gesetzlich verpflichtend ist das Impressum und die Anbietungs- und Ablieferungspflicht. Im Impressum muss enthalten sein, wer das Buch verlegt hat, also dein Name und Wohnort und der Name und Ort der Druckerei. Freundlicherweise erwähnt man auch Lektoren oder Grafiker. Die Anbietungs- und Ablieferungspflicht meint, dass du von deinem Buch eine bestimmte Anzahl an die Nationalbibliothek, die Landesbibliothek und die Universitätsbibliothek abgeben musst. Was du nicht zwingend brauchst, ist eine Gewerbeanmeldung oder eine ISBN. Wobei eine ISBN schon Sinn macht! Die Internationale Standard Buch-Nummer hat dreizehn Stellen und macht dein Buch eindeutig identifizierbar, katalogisierbar und vor allem bestellbar.

 

Wir wünschen dir jetzt schon viel Spaß und Freude beim Verlegen! 

P.S.: Dran bleiben – es wird zu diesem Thema noch mehr spannende Blogbeiträge geben!