Ge­stal­tungs­tipps für den per­fek­ten Mes­se­stand

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Viele Personen, die durch eine Messehalle gehen.

Oje, da haben wir in der Überschrift vielleicht etwas zu dick aufgetragen. Wie mit so vielen Dingen im Marketing und in der Werbung gibt es zum Glück kein allgemein gültiges Patentrezept. Sonst würde ja jeder Messestand exakt gleich aussehen. Und da sind wir schon mitten im Thema, nennen wir es „wie hole ich das Optimum aus der Messe heraus“.

Personen die mittels Moodboard brainstormen

1 | Der Messe-bare Erfolg. Was will ich eigentlich?

Diese Überlegung ist sowohl für Messe-Neulinge wie auch für erfahrene Messe-Experten essentiell. Was will ich dem Kunden mit meinem Messestand sagen? Was will ich ihm verkaufen? Ist es die Marke, an die er sich noch lange erinnern soll oder sind es die einzelnen Produkte und Dienstleistungen? Vielleicht hat ein Messestand-Design in der Vergangenheit gut funktioniert, muss nun aber dennoch angepasst werden? Was ist eigentlich das Thema der Messe? Gelangt man bei diesen Fragen zu schlüssigen Antworten, kann die Planung fortgesetzt werden.

Eine Pinnadel steck in einer Karte

2 | Standort – wähle weise…

Wenn möglich sollte man stets den Standort am Messegelände selbst wählen, ihn sich also nicht einfach zuteilen lassen. Welche Messestände befinden sich in der direkten Umgebung? Ein Publikumsmagnet kann auch gute Besucherzahlen am eigenen Messestand bringen. Die direkte Konkurrenz unmittelbar in seiner Nähe zu haben, kann aber Nachteile bringen. Auch ist der Standort in der Mitte des Messegeländes attraktiver, am Rand kann der Messetag auch einmal ohne großen Besucherandrang zu Ende gehen. Aber auch das wäre nicht schlimm, wenn genau die richtigen, interessierten Besucher und zukünftigen Kunden den Weg in den eigenen Messestand finden.

Ein Messestand-Plan und eine Hand die auf den Plan zeigt

3 | Der Messestand selbst

Je größer desto besser? Wenn es so einfach wäre… Die zielführendere Herangehensweise wäre die richtige Größe. Der benötigte Platz hängt stark davon ab, was man präsentieren möchte. Ein riesiger Messestand in dem man sich verliert und nicht wirklich sieht, was es denn eigentlich zu sehen gibt, wäre eine Verschwendung. Ebenso ein völlig überfüllter Mini-Messestand, in den unkontrolliert das gesamte Portfolio gequetscht wird. Und schlussendlich ist das zur Verfügung stehende Budget maßgeblich für die tatsächliche Ausführung.

Schon über die Art des Messestandes kann man eine gewisse Richtung vorgeben. Ein Reihenstand hat drei geschlossene Seiten und man befindet sich wie der Name schon sagt „in einer Reihe“ mit den anderen Ausstellern. Oder man wählt einen eher freistehenden Stand, der von mehreren Seiten betretbar ist. Auch hier braucht man ein schlüssiges Konzept, sonst gehen die Besucher im eigenen Stand buchstäblich verloren.

Messetand in einem orangen und türkisen Design.

4 | Das Design. Mut zur Kreativität aber ohne auf seine Marke zu vergessen

Da fast jeder bereits auf einer Messe war, ist wohl auch jedem die Reizüberflutung in den riesigen Messehallen bekannt. Jeder Stand versucht sich in puncto originellem Design, Helligkeit und womöglich Aufdringlichkeit zu überholen. Zurück bleibt manchmal ein überforderter Besucher. Heutzutage funktionieren plumpe Akzente wie grelle Farben, laute Beschallung oder überdimensionale Messestände nicht mehr – oder besser gesagt nicht mehr automatisch. Am besten man besinnt sich wieder wie in Punkt 1 auf die eigene Marke, auf das was man eigentlich präsentieren will und orientiert sich an der eigenen CI. Man sollte dem Besucher einen schlüssigen Grund bieten, viel Zeit im Messestand verbringen zu wollen und sich danach noch daran zu erinnern.

Eine stehende Dame, die an einem Standbildschirm tippt.

5 | Aufmerksamkeit – während und nach der Messe

Interaktivität. Ein Schlagwort mit sehr vielen Bedeutungen. Es kann sich um eine Präsentation auf überdimensionalen Videoscreens handeln, oder um einfache Gewinnspiele. Von Augmented Reality zu kreativ umgesetzten Flyern, die die Aufmerksamkeit wecken und viele Besucher in den Messestand ziehen. Diese Effekte kann man mit zahlreichen kleinen Goodies erreichen, und seien wir ehrlich, wer sammelt nicht gerne alle möglichen „Mitnehmsel“ um die Beute zu Hause genüsslich aus den diversen Sackerln und Turnbeuteln zu holen und zu bestaunen. Das Optimum: Ein Goodie, dass noch lange in Verwendung bleibt und sich quasi in das Leben der Kunden einfügt – von Kaffeetasse bis Sonnenbrille.

Zusammenfassung:

Den perfekten Messestand gibt es nicht. Gäbe es ihn, würde jeder Stand bei der Messe gleich aussehen und die Messe vermutlich im Jahr darauf nicht mehr stattfinden. Dein Stand ist so individuell wie deine Marke. Und ein Stand ist flexibel genug, um sich deinen Bedürfnissen anzupassen – nicht umgekehrt!